Röteln-Impfung

Bei Röteln handelt es sich um eine Virusinfektion mit dem Rötelnvirus, welche zu 80-90 % in der Kindheit auftritt, wenn nicht dagegen geimpft wird.

Im Folgenden sind die wichtigsten Erkrankungen genannt, die durch postnatal (nach der Schwangerschaft ) erworbene Röteln mit bedingt sein können:

  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), wichtig für die Blutgerinnung, mit der Folge einer erhöhten Blutungsgefahr
  • Hepatitis (Leberentzündung)
  • Arthritis (Gelenkentzündung)

Im Folgenden sind die wichtigsten Erkrankungen genannt, die durch kongenital (angeboren) erworbene Röteln mit bedingt sein können:

  • Autismus (Entwicklungsstörungen mit Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung)
  • Blutarmut durch Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolytische Anämie)
  • Diabetes mellitus
  • Erkrankungen der Netzhaut des Auges (Retinopathie)
  • Epilepsie (Krampfanfälle)
  • Fehlfunktion der Schilddrüse (Schilddrüsendysfunktion)
  • geistige Entwicklungsstörungen (Mentale Retardierung)
  • Glaukom – "grüner Star", Augeninnendruckerhöhung
  • Hepatitis (Leberentzündung)
  • Herzfehler (Vitien)
  • Hirn- und Hirnhautentzündung (Meningoenzephalitis)
  • Katarakt – "grauer Star", Linsentrübung des Auges
  • Lähmungen
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), wichtig für die Blutgerinnung, mit der Folge einer erhöhten Blutungsgefahr
  • Mikrozephalus (zu kleines Gehirn)
  • Schwangerschaft – Stillphase
    • Fehlgeburt  (Abort)
    • Frühgeburt
    • Rötelnembryopathie (z.B. Missbildungen von Augen und Herz, Taubheit, Hirndefekte)
  • Schwerhörigkeit
  • Vergrößerung von Leber und Milz (Hepatosplenomegalie)

Wer und wann sollte geimpft werden?

Die Impfung gegen Röteln erfolgt in der Regel als Kombination mit der Masern- und Rötelnimpfung.

Die erste Impfung sollte im Alter zwischen 11 und 14 Monaten bei allen Kindern erfolgen, die Wiederimpfung erfolgt dann zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat im Abstand von vier bis sechs Wochen zur vorherigen Impfung.

Auch bei nicht immunen älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird der Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff empfohlen.

Durch eine prophylaktische Impfung kann die Rötelninfektion vermieden werden.

Bitte bringen Sie Ihren Impfausweis zum Impftermin mit in die Praxis!